Historische Eckdaten

Die Epoche des Ersten Tempels

960-586 v.d.Z.

Kopien biblischer Texte, die vermutlich in dieser Zeit verfasst wurden, sind die bedeutendsten Funde in der Sammlung der Schriftrollen vom Toten Meer.
Die Zeit des Ersten Tempels, das Südreich Juda und das Nordreich Israel
586 v.d.Z.
Die Zerstörung des Ersten Tempels und das babylonische Exil

MUR 17, die älteste identifizierte Handschrift unter den Schriftrollen vom Toten Meer
Foto:
Shai Halevi

Die Epoche des Zweiten Tempels

‏‏Perserzeit
539–332 v.d.Z.

Samaritanische Urkunden aus dem Wadi-ed-Daliyeh enthalten konkrete Datumsangaben aus dem 4. Jh. v.d.Z..
539 v.d.Z.
Der persische König Kyros II. (der Große) erobert Babylonien und erlaubt den Juden, nach Jerusalem zurückzukehren und den Tempel wiederaufzubauen

„Die Gnade des Kyros“ aus einer illuminierten Handschrift der „Jüdischen Altertümer“, von Jean Fouquet, 1470-1475. Bibliothèque Nationale de France

Oben: Papyrus-Urkunde eines Sklavenverkaufs aus dem Wadi-ed-Daliyeh vor der Öffnung

Unten: Papyrus-Urkunde eines Sklavenverkaufs aus dem Wadi-ed-Daliyeh nach der Öffnung

‏Hellenistische Epoche
332–63 v.d.Z

Die Mehrzahl der Schriftrollen und Fragmente, die in den Höhlen bei Qumran gefunden wurden, werden in die hellenistische Zeit datiert. Ein Großteil der nicht-biblischen Schriftrollen dieser Sammlung – sowohl „Sektentexte“ als auch verschiedene andere literarische Werke – wurden während dieser Epoche verfasst.
332 v.d.Z.
Hellenistische Epoche.
Hellenistische Herrschaft Alexander der Große erobert Judäa
323–141 v.d.Z.
Herrschaft der Ptolemäer und Seleukiden

HASMONÄISCHE ZEIT

168 - 164 v.d.Z.
Makkabäeraufstand
165 v.d.Z.
Wiedereinweihung des Tempels
Beginn der jüdischen Selbständigkeitsperiode
152-143 v.d.Z.
Der Hasmonäer Jonatan, Herrscher und Hohepriester
67-63 v.d.Z.
Bürgerkrieg zwischen Hyrkanos II und Aristobulos II

4Q448
Ein Gebetstext, in welchem „König Jonatan“ – damit ist wahrscheinlich der hasmonäische Herrscher gemeint – erwähnt wird
Foto:
Shai Halevi

‏‏Römische Epoche
63 v.d.Z. –73 n.d.Z.

63 v.d.Z.
Der römische Feldherr Pompeius erobert Jerusalem
Viele der in den Qumranhöhlen entdeckten Schriftrollen wurden in der herodianischen Epoche kopiert (manche auch in herodianischer Zeit verfasst). Biblische und nicht-biblische Schriftrollen sowie einige griechische und lateinische Papyri wurden in Masada gefunden. .

HERODIANISCHE EPOCHE

37–4 v.d.Z.
Herodes, ein römischer Vasallenkönig, herrscht über das Land Israel
4 v.d.Z.
Die Römer übernehmen die direkte Verwaltung von Judäa
4 v.d.Z. – 40 n.d.Z.
Lebenszeit des Jesus von Nazareth
66 v.d.Z.
Jüdischer Aufstand gegen die Römer
70 v.d.Z.
Zerstörung Jerusalems und des Zweiten Tempels
73 v.d.Z.
Letzte Festung der Judäer in Masada

„Die Belagerung und Zerstörung Jerusalems“
David Roberts, 1850

11Q5 Psalmenrolle aus der herodianischen Epoche
Foto:
Shai Halevi

Die Zeit nach dem Zweiten Tempel

‏Römische Zeit
73 n.d.Z. –324 n.d.Z.

Ein Großteil der im Wadi Murabba’at entdeckten Handschriften sowie Texte aus Nachal Chever undaus Nachal Ze’elim werden in die Römerzeit datiert. Flüchtlinge, die während des ersten jüdischen Aufstands und des Bar Kochba-Aufstands in die Wüstenhöhlen flohen, bewahrten ihre wertvollen persönlichen Gegenstände in den Höhlen auf.
132–135 n.d.Z.
Der Bar Kochba-Aufstand gegen Rom

Byzantinische Epoche
324–638 n.d.Z.

Judäa unter der Herrschaft des christlichen Oströmischen

Jerusalem auf der Mosaikkarte von Madaba in der St. Georgskirche von Madaba, Jordanien, 6. Jh. n.d.Z.

Frühislamische Zeit
7th–11th n.d.Z.

Eine große Sammlung von arabischen Handschriften aus dieser Zeit wurde in Chirbed Mird gefunden.
Judäa wird während einer Abfolge von Kalifaten in das Islamische Reich eingegliedert

MUR 173
Arabisches Amulet aus dem Wadi Murabaat
Foto:
Shai Halevi

„Sarazenen und Kreuzfahrer“
1325-1330. VI, F.442 illuminierte Handschrift aus Les Chroniques De France, British Library, MS. Royal 16G

Zeit der Kreuzfahrer
12.-13. Jh. n.d.Z.

Kopie eines in die Zeit der Kreuzfahrer datierten griechisch-christlichen Gebetsbuchs, das im Wadi Murabaat gefunden wurde.
Für zwei Jahrhunderte bleiben die christlichen Kreuzfahrer aus Europa die vorherrschende Macht im Heiligen Land